Stille Führung Karfreitag

Freitag, 06 März 2020.

Im vergangenen Jahr wurde erstmalig an Karfreitag eine „Stille Führung“ durchgeführt.
Bei dieser Führung gibt es keinen bzw. ganz wenig Text und die besondere Atmosphäre des Höhlenraumes kommt einmal ganz speziell zur Geltung.
Denn tatsächlich spürt man bei Stille die Spiritualität oder Mystik der Knöpfchenhalle ganz besonders stark.
Frau Baum vom Netzwerk „Stille Zeiten“ war im letzten Jahr Besucherin bei dieser „Stillen Führung“ und hatte spontan so viele Ideen, dass sie anbot mit Herrn Johannes Sell zusammen diese Führungen zu übernehmen.

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Anschließend ein Interview, dass Bettina Metz von der Schauhöhle Breitscheid mit Frau Baum geführt hat:

Interview Bettina Metz mit Frau Sabine Baum

Bettina Metz: Im Jahr 2019 gab es 641 Führungen. 638 davon mit regulärem Führungstext. Dabei wird auf die Fragen rund um die Höhle eingegangen und viel erklärt.
Allerdings gab es auch 3 Führungen bei denen es kaum Text gab. Da „sprach“ die Höhle ihren Text selbst.
Sie waren 2019 bei einer dieser Führungen dabei und in diesem Jahr begleiten Sie die Gäste nun mit Johannes Sell bei diesen „Stillen Führungen“.
Sagen Sie doch bitte kurz etwas zu Ihrer Person und auch wer Johannes Sell ist?

87501976 3758544870852288 4829555140824399872 nFrau Baum: Johannes Sell ist Pfarrer und Kontemplationslehrer. Er hat lange Jahre das Haus der Stille im Waldhof Elgershausen geleitet. Dort fand auch ich viele Jahre als Gast eine spirituelle Heimat und durfte als Kursleiterin und Vorstandsmitglied meine eigenen Erfahrungen mit einbringen. Nach der Schließung des Hauses und der Vereinsauflösung haben wir, zusammen mit einigen anderen Aktiven, das Netzwerk „StilleZeiten“ gegründet. Unser Angebot richtet sich an alle, die Wege in die Stille suchen und erfahrungsbezogene Spiritualität pflegen möchten.

Bettina Metz: Welche Erwartungen hatten Sie als sie sich 2019 zu dieser Führung angemeldet haben?

Frau Baum:
Vor diesem Hintergrund wird sicher deutlich, dass mich die Beschreibung der Führung mit dem besonderen Angebot, das Herbstlabyrinth in Stille zu erleben, sofort angesprochen hat. Schon lange stand ein Besuch in der Höhle auf meiner Wunschliste – zunächst einfach, weil mich Höhlen generell faszinieren und die Möglichkeit diesen wunderschönen Ort ganz in Stille erleben und sich selbst ohne intellektuell dominierende Wissensvermittlung über alle Sinne erschließen zu dürfen hatte für mich einen ganz besonderen Reiz: Auch ein Wege in die Stille – erfahrungsbezogen. Passend zum Karfreitag erwartete mich dazu die entsprechende spirituelle Komponente in Form von in Ruhe vorgetragene Texten als Ergänzung zum ganzheitlichen, eigenen Erleben.

Bettina Metz: Was führte dazu, dass sie selbst jetzt die Gäste durch die Höhle führen bei der Stillen Führung?

Frau Baum: Interessante Frage! 2019 war ich von der Idee, die Höhle auf diese Weise zu erleben und den Möglichkeiten, die dieser Ort für das, was wir im Netzwerk StilleZeiten praktizieren, angetan, dass meine Ideen bereits während der Führung nur so sprudelten. Und so musste ich Sie nach der Führung einfach ansprechen, um Ihnen zum einen für dieses berührende Erlebnis zu danken, Sie zu ermutigen, solche Führungen weiter anzubieten, aber auch, um zu fragen, ob und wie StilleZeiten evtl. das Angebot des Herbstlabyrinthes bereichern könnte. Im Winter hatten wir dann dankenswerterweise die Gelegenheit als geschlossene Gruppe, einen schönen Anlass in der Höhle mit einem unserer klassischen Abendgebete zu feiern. Daraus ergab sich der konkrete Plan zur Zusammenarbeit – wieso wir jetzt die Gäste bei der Stillen Führung begleiten dürfen und Ihnen damit etwas „das Heft aus der Hand nehmen“, muss ich eigentlich Sie fragen…. aber ich freue mich sehr darauf!

Bettina Metz: Warum an Karfreitag?

Frau Baum:
Dieser Tag im Rahmen des höchsten christlichen Festes ist traditionell durch Stille geprägt – dieser Tag bietet sich also wie kaum ein anderer zum stillen Erleben des Hinabsteigens in die Tiefe an. (Natürlich wäre auch ein Verweilen in der „Unterwelt“ am Ostersamstag oder der Aufstieg des Ostermorgens eine reizvolle Symbolik…)

Bettina Metz: Was erwartet die Gäste an diesem Tag in der Höhle?

Frau Baum: Stille und Schweigen – Schauen und Staunen – Wort und Klang

Bettina Metz: Vielen Dank für Ihre Antworten.
Wir freuen uns sehr auf diese besonderen Führungen.

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